Unbenanntes Dokument .......Sie sind derzeit im Nils-Thomsen-Forum, hier geht es zur ---> Homepage von Nils Thomsen

Die Wahrheit über den Rauchkanal

#1 von NilsT , 29.03.2010 04:35

SCIENCE - DIE WAHRHEIT (?) ÜBER DEN RAUCHKANAL

Was ist eigentlich der " Rauchkanal " ?

Der Rauchkanal verbindet die Zapfenbohrung (in die das Mundstück bzw. dessen Zapfen eingeschoben wird) mit dem Brennraum/Tabakraum. Der Bohrungsdurchmesser ist etwa 4 mm.



Wie kam es zu der Grösse des Durchmessers von etwa 4 mm ? :

Es gibt allerlei Streitgespräche zur notwendigen Bemessung des Durchmessers dieses Rauchkanals, einer Bohrung also, durch den der werte Pfeifenraucher die Luft / den Rauch zieht , um ihn zu geniessen...

Da wird mit Strömungsverhalten der Luft im Allgemeinen, heisser Luft incl. Rauch im speziellen und allerlei Spökenkiekerei und englischen Fachbegriffen wie AIRSTREAM usw. argumentiert. Schauen wir uns einmal an, seit wann es eigentlich Rauchkanäle gibt: Es scheint sie zu geben, seit es Pfeifen gibt... die Tonpfeifen scheinen engere Kanäle zu haben...

Bleiben wir also bei den heutigen Löchern in Hartholzpfeifenköpfen, die ja irgendwann einmal erstmalig gebohrt wurden. Dies scheint nach dem Eintreffen des Tabaks in Europa gewesen zu sein, also irgendwann vor etwa 300-400 Jahren ? Oder Früher ? Oder später ? Egal, irgendwann damals stand ein Holzbearbeiter, nennen wir ihn Alois, vor der Frage, in den Holm seiner Pfeife aus irgendeinem Wurzelholz ein Loch zu bohren, wozu ihm eine Wippdrehbank oder fussbetriebene Drechselbank oder eine Handbohrmaschine zur Verfügung stand.

Alois hatte Volksschule und geschickte Hände, der Bohrer musste relativ lang sein, so versuchte er es zunächst mit einem Eisen von 5 mm Durchmesser - das gelang. Froh stopfte er sich seinen geriebenen Tabak ins Tabakloch, nahm einen Fidibus und ..... spuckte verärgert die eingezogenen Tabakkrümel aus, das Loch war einfach zu gross...

Alois verfeuerte diese Stück Holz, wärmte seine Hände und nahm sogleich einen feineren Bohrer mit etwa 3 mm Durchmesser zur Hand, um nun spuckfreie Pfeifen zu produzieren... Mit spitzem Mund bediente er seine Drehbank, allerdings fand der kleine Bohrfreund die Richtung nicht, er zappelte herum und kam etwas seitlich und etwas zu hoch im Tabakraum an.... Verflixt, dachte Alois, das ist ja gar nicht deutsch, gerade, mittig und schön weit unten, schon wieder Brennholz produziert.. . Es kann doch wohl nicht sein, dass diese Aufgabe nicht lösbar sein soll...

Nun war allerdings erstmal Brotzeit und während des Essens und Trinkens dachte sich der gute Alois, dass vielleicht ein Mittelmass das Richtige sein könnte.. Nach einem frohen Rülpser spannte er sogleich seinen mittleren, den 4 mm - Bohrer und siehe - eine ordentliche Pfeife war geboren....

Frisch gestopft und ohne Tabakkrümel auf der Zunge rauchte unser Freund Alois sein Wurzelholzpfeifchen und erzählte von seinem Erfolg im ganzen Land herum, woraufhin die anderen Pfeifenschnitzer und Manufakturherren ihre Pfeifen mit dem 4-mm-Bohrer bearbeiteten und seither mit 4-mm-Rauchkanälen ausstatteten, weniger Ausschuss produzierten und sich über längere Standzeiten ihrer Werkzeuge freuten... Alois sprach ein breites bayrisch und hatte keinerlei Kenntnisse der englischen Sprache, auch die höhere theoretische Physik war ihm unbekannt - er war ein einfacher Holzbearbeiter aus einer kleinen Stadt.

Später, viel später , als die Menschen Zeit hatten, sich trefflich und hochgebildet über die Welt zu streiten und auf der Suche nach der universellen Wahrheit waren, kam jemand auf die Idee, nach der Begründung zu forschen (denn es MUSS doch eine Begründung geben, wer zum Kuckuck ist der A L O I S ???) Und schon wurde trefflich debattiert, die Strömungslehre verschiedenster Universitäten bemüht und und und... Es geriet völlig aus dem Blickfeld, dabei auch die kleinere Bohrung der Mundstücke zu betrachten, man blieb bei der REINEN LEHRE. Nun, die Lehrmeinung ist heute, dass aus Gründen des Luftstromes und der genauesten Abstimmung mit der Grösse des Tabakraumes und aus anderen, nicht näher erläuterten Gründen (die das Geheimnis der berühmten Pfeifenkenner bilden) wissenschaftlich bewiesen ist, dass der Rauchkanal eben 4 mm zu sein hat und nicht anders ... allenfalls 3,9 - 4,1 mm :-))

Ach Alois, wenn Du doch die Geschichte der Erfindung des 4-mm-Loches aufgeschrieben hättest... !! (Was, Du konntest nicht einmal schreiben ?? Unglaublich ! Wie gelang Dir diese fundamentale Entdeckung ? Durch Ausprobieren verschiedener Möglichkeiten Deiner Zeit ? So ganz ohne wissenschaftliche Grundlagen - schon wieder ein Stück vom Sockel gestürzt, die "Wissenschaft" der Pfeife......?

Nein, es gibt selbstverständlich grundlegende , physikalisch und anderweitig begründbare Dinge rund um die Pfeife, aber einiges wird hineingeheimnisst, was nicht notwendig ist und nur der Etablierung von fiktivem Herrschaftswissen und Bildung einer Elite von angeblich "Wissenden" dient. Das wiederum ist unangenehm für die vielen ganz normalen Nutzer der Rauchgeräte, die schlicht und einfach durcheinanderkommen ... Einiges rund um die Pfeife ist doch wohl relativ einfach zu verstehen, oder ?


Nils Thomsen


 
NilsT
Beiträge: 107
Registriert am: 12.03.2010

zuletzt bearbeitet 14.04.2010 | Top

   

Durchbrenner
Der Brennraum

Unbenanntes Dokument ---> Zur Homepage von Nils Thomsen
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen
Datenschutz